Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet. (Jesaja 66,13)

Erst seit ich Ehefrau und Mama bin, kann ich verstehen, was es heißt, jemanden so sehr zu lieben, dass man bereit wäre für ihn sein Leben zu geben. Die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind ist manchmal so tief und stark, dass sie körperlich spürbar wird. Eine Mutter möchte ihrem Kind am liebsten jegliches Leid und alle Schmerzen ersparen und - wenn möglich - auf sich nehmen. Mir wurde erst jetzt so richtig klar, wie sehr Gott mich liebt.

Seine Liebe geht jedoch noch viel weiter als die Liebe, die ich zu meiner Tochter habe. Denn Gottes Liebe ist viel reiner und vollkommener als die von uns sündigen Menschen. So sehr liebt Gott mich! Dieser Gedanke ist für mich in nahezu jeder Situation ein riesiger Trost. Gott liebt mich mehr als ich mein eigenes Kind. Doch Gottes Liebe geht noch weiter, tiefer und Er erfüllt sie bis in die letzte Konsequenz hinein. Er liebt mich mit einer Liebe, die dazu bereit war, Seinen Sohn Jesus für mich sterben zu lassen. Ich würde meine Tochter um nichts in der Welt hergeben wollen. Aber Gott tat es. Das ist mehr, als eine Mutter je geben könnte. Aber wie sieht der Trost einer Mutter konkret aus? Zunächst einmal ist sie einfach da. Oftmals reicht es schon aus, wenn das Kind einen kurzen Blick in die Augen seiner Mutter wirft, um sich zu beruhigen. Auch Gott ist da und das immer und zu jeder Zeit. So sollten auch wir unseren Blick stets auf Jesus gerichtet halten. Eine Mutter spendet Trost, auch wenn ihr Kind selbst schuld an seiner Misere ist. Gott tut das auch. Er geht noch weit darüber hinaus, denn Gott möchte diese Schuld auf sich selbst nehmen: „Aber Gott hat seine Liebe zu uns dadurch bewiesen, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5, 7-8). Wir dürfen mit all unseren Problemen zu Ihm kommen. Er hat den Preis für unsere Schuld bereits bezahlt. Wir müssen sie Ihm nur ehrlich bekennen. Was für ein Trost! Eine Mutter tröstet, indem sie den Schmerz ihres Kindes selber mitempfindet. Gott tut das auch, Er leidet mit uns: „Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde“ (Hebräer 4,15). Gott hat als Mensch unsere menschlichen Mühen und Leiden am eigenen Körper und an eigener Seele erfahren. Er kennt unseren Schmerz. Eine Mutter schenkt Trost durch ihr liebevolles Zureden und Ermahnen. Gott schenkt Trost durch sein Wort, die Bibel. Wie oft dürfen wir als Christen erfahren, dass Gott beim Bibellesen genau in unsere Situation und unsere Herzen spricht. Er wendet sich uns zu, tröstet und ermahnt durch Sein Wort. Er erzieht uns. Eine Mutter weiß: der Schmerz wird bald vergehen. Wieviel tröstender sind da die Verheißungen Gottes in der Bibel. Wir wissen: Gott wird zu Seiner Zeit für Gerechtigkeit sorgen und alles Leiden wird ein Ende nehmen: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“ (Offenbarung 21,4).

So getröstet sind wir ebenfalls in der Lage, anderen, die es so dringend nötig haben, diesen Trost weiterzugeben. „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er ist ein Vater von unendlichem Erbarmen und ein Gott voller Trost. In allem Druck, unter dem wir stehen, ermutigt Er uns, damit wir unsererseits die ermutigen können, die irgendwie bedrückt werden. Weil Gott uns getröstet und ermutigt hat, können wir andere trösten und ermutigen“ (2. Korinther 3-4).

Mit diesen Gedanken wünsche ich euch ein gesegnetes neues Jahr. Natascha Reitemeier

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