Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes.“ (2. Mose 24,13)

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

bald feiern wir Ostern und passend dazu fand ich folgende Geschichte von Jürgen Werth.

Sie verdeutlich uns, dass wir durch Jesus Christus reich beschenkte Menschen sind. Willst du auf diesen Berg, musst du früh aufstehen. Weil du vor dem Sonnenaufgang oben sein solltest. Du bist mitten in der Wüste Sinai. Und der Berg, auf den du steigen möchtest, ist der Djebel Mussah, der Moseberg. Hier hat Gott Mose die Zehn Gebote anvertraut. Seine Regeln fürs Leben, fürs Zusammenleben, fürs Überleben. Der Weg schlängelt sich sanft den Berg hinauf. Nach einer guten Stunde aber wird es steiler. Kurz bevor die Sonne über die Gipfel der umliegenden Berge klettert, bist du oben. Und du ahnst,

wie es wohl dem alten Anführer des Volkes Israel zumute gewesen sein muss, als er ganz allein hier oben stand. Allein vor seinem Gott. Wie du an diesem Morgen. Du betest. Auch um Vergebung. Denn allzu oft hast du dich nicht an die Regeln dieses Berges gehalten. Ein paar Tage später besteigst du einen anderen Berg. Und bist so gar nicht mehr allein. Tausende von Touristen aus aller Welt drängen und schieben hierher. Du bist in der Grabeskirche, die man in Jerusalem über dem Felsen errichtet hat, der einmal Golgatha war. Hier haben sie das Kreuz in den Boden gerammt, an dem der Sohn Gottes für die Gesetzlosigkeit der Menschen gestorben ist. Auch für deine, das weißt du. Und du kannst kaum glauben, dass Gott so völlig unerwartet ein neues Kapitel der Weltgeschichte aufgeschlagen hat. Und die Überschrift heißt: Gnade. Und du staunst und du dankst. Und auf einmal freust du dich über die unzählbar vielen Menschen, die hierher strömen. Und du betest, dass sie wie du die liebevoll ausgestreckte Hand Gottes ergreifen. Die Hand, die Jesus Christus heißt. Nach dem mehrmaligen Lesen dieser Geschichte, wurde mein Herz von Frieden durchströmt. Auf Golgatha hat Jesus einen entscheidenden Sieg - unseren Sieg - davongetragen. Es ist um unseretwillen, ja um deinetwillen Geschehen. Verdient haben wir das nicht. Wäre es jedoch unser Verdienst, wäre es auch nicht Gnade. Jesus Christus sei gelobt! Kirche Jesu Christi ist nur dann Kirche im eigentlichen Sinn, wenn sie das Evangelium von Jesus Christus verkündigt. Mit dem Musical „Petrus der Jünger“ und dem Konzert mit Albert Frey möchten wir diesem Auftrag nachkommen. Diese Veranstaltungen sind eine gute Möglichkeit, die gute Nachricht des Evangeliums weiterzugeben. Ich wünsche euch allen ein gesegnetes Osterfest, Euer Dirk Staudinger