Liebe Gemeinde, liebe Freunde

einmal pro Monat erhalte ich von einem früheren Dozenten per E-Mail wertvolle Impulse für den Gemeindeaufbau. In den nächsten Ausgaben möchte ich euch daran teilhaben lassen. Sie erscheinen nter dem Untertitel: „Menschen helfen - Gemeinden wachsen sehen - Gott ehren“

 

Die Bibel hat das Sagen

Wir wollen mit Demut und Verstand hören und verstehen, was Gott in seinem Wort sagt. In unserer Gemeinde soll man erleben können, wie wir mit der Bibel umgehen und wie wir als Christen miteinander umgehen. Ich sage nicht, dass es immer leicht ist, die Bibel zu verstehen. Von verschiedenen Seiten kommen die Versuchungen, die unser Vertrauen in Gottes Wort und dadurch auch, unsere Wirksamkeit schwächen. Die erste Gefahr besteht darin,

dass der Verstand über die Bibel richtet - eine Haltung, die bis zur liberalen Theologie, zur Bibelkritik und zum Unglauben geführt hat. Wir wollen die Bibel mit Verstand lesen, der sich Gott unterordnet und sich zu Gott hin fragt und vertrauensvoll an die Bibel herangeht. Die zweite Gefahr ist die Tradition, wenn sie mehr gehört oder gelesen wird als die Bibel. Dr. Martin Luther, war einer von denen, die die Bibel höher achteten als die anderen Schriften. Der Verstand kann irren und Tradition kann irren. Natürlich hat die Tradition viel Gutes, sie kann uns zum Beispiel helfen zu verstehen, wie Bibelstellen ausgelegt wurden. Aber solche Auslegungen müssen sich immer wieder dem Test der Bibel stellen. Die dritte Gefahr, die unserer Anwendung der Bibel schadet, ist die Überbetonung von Erkenntnissen und Prophetien. Wenn christliche Gemeinden auf die Prophetien der Menschen oder deren besondere Erkenntnisse mehr hörten als auf die Bibel, hat das in der Geschichte schon oft zu Irrlehren, zu Abhängigkeiten von Menschen und zur Schwächung der Gemeinden geführt. Die Bibel ist das Werkzeug des Heiligen Geistes (Schwert des Geistes, Epheser 6,17)

 

* Durch die Bibel führt er Menschen zu Jesus.

* Durch sie gestaltet er das neue Leben.

* Durch sie hält er uns auf Kurs.

* Durch sie motiviert er uns zur Evangelisation, zur Heiligung, zum Gemeindebau, zum Dienst, zum Gebet und vielem mehr.

 

Gottes Wort will laufen

Die Bibel ist voll mit Aussagen über das Wort Gottes, was es ausrichtet, wie es zurechtbringt, wie es sich durchsetzt und vieles mehr. Doch betonen möchte ich, dass man das Wort Gottes nicht einsperren kann (2.Timotheus 2,9). Es will laufen und sich ausbreiten (2.Thessalonicher 3,1 ; Römer 15,19-20,24). Genauso ist mein Wort: Es bleibt nicht ohne Wirkung, sondern erreicht, was ich will, und es führt das aus, was ich ihm aufgetragen habe. (Jesaja 55,11)

 

Mit diesen hilfreichen Gedanken von Eide Schwing grüße ich euch herzlich und wünsche euch allen schriftzentrierte Gotteserfahrungen!

 

Liebe Grüße

 

Dirk Staudinger