In Salo am Gardasee liegt dicht am Ufer eine alte, niedrige Weinschenke. Über der Eingangstür steht auf einem Gasthausschild eine seltene Überschrift, aus der tiefer Ernst und grimmiger Humor zugleich sprechen: „Al tempo perduto!“ „Zur verlorenen Zeit!“ Wüßte man nicht über manches Haus, manchen Abend, manches Vergnügen, manche Begegnung und manches Leben schreiben: Zur verlorenen Zeit?! Wir vertändeln die Zeit wie wertlosen Kram. Wir verspielen die Zeit bei der Suche nach Glück und Freude. Wir vertreiben die Zeit, weil sie uns langweilt.

Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg auf den Berg Gottes.“ (2. Mose 24,13)

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,

bald feiern wir Ostern und passend dazu fand ich folgende Geschichte von Jürgen Werth.

Sie verdeutlich uns, dass wir durch Jesus Christus reich beschenkte Menschen sind. Willst du auf diesen Berg, musst du früh aufstehen. Weil du vor dem Sonnenaufgang oben sein solltest. Du bist mitten in der Wüste Sinai. Und der Berg, auf den du steigen möchtest, ist der Djebel Mussah, der Moseberg. Hier hat Gott Mose die Zehn Gebote anvertraut. Seine Regeln fürs Leben, fürs Zusammenleben, fürs Überleben. Der Weg schlängelt sich sanft den Berg hinauf. Nach einer guten Stunde aber wird es steiler. Kurz bevor die Sonne über die Gipfel der umliegenden Berge klettert, bist du oben. Und du ahnst,