Spieglein, Spieglein

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir alle kennen die Geschichte von Schneewittchen, wie sie von den Grimm Brüdern erzählt wurde. Ein kleines, süßes

Mädchen wird von einer alten, bösen, aber -zumindest äußerlich- wunderschönen Hexenkönigin verjagt und beinahe getötet. Das alles nur, weil es schöner ist als die Hexe und natürlich auch, weil die Hexe Angst um ihren Thron hat.

 

Ziemlich egoistisch, diese Königin, nicht wahr? Und doch glaube ich, diesen Neid,

Liebe Leserinnen und Leser,

stellt auch ihr Euch manchmal die Frage: Wer bin ich ... in den Augen des ein oder anderen? Bei vielen Menschen ist es uns wichtig, “gut” dazustehen. Wir wollen respektiert werden. Anerkennung von anderen ist uns wichtig. Wir müssen erst gar nicht in so dramatische Situationen gelangen wie Dietrich Bonhoeffer, der das nachfolgende Gedicht 1944 im Militärgefängnis Berlin-Tegel schrieb.

 

Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich trete aus meiner Zelle gelassen und heiter und fest wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

 Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hätte ich zu gebieten.